Die Harigburg bei Zeischa

An der Schwarzen Elster in Richtung Zobersdorf sicherten Mitarbeiter des Kreismuseums Bad Liebenwerda im Juni 2011 Scherben von Gebrauchskeramik, die auf eine Harigburg hinwiesen. Es handelt sich vermutlich um hart gebrannte Grauware aus dem 13. Jahrhundert. Die umfangreiche Zahl dieser Scherben lässt damit auf eine größere Siedlung schließen.
Entlang von Flüssen wie der Schwarzen Elster, der Röder und der Elbe standen an den Brücken der
Wasserläufe in früheren Zeiten viele solcher Turmhügelburgen (historisch: Veste). Aus dem Französischen
abgeleitet wird auch der Name „Motte“ gebraucht.
In unmittelbarer Nähe der heutigen Elsterbrücke soll so eine Schutzanlage der slawischen Ritterschaft
gestanden und slawische Ansiedler, gewissermaßen typisch für unsere Heimatregion, sich am „nährenden
Fluss" (Schwarze Elster) ansässig gemacht haben.
Anlässlich des Festumzuges 625 Jahre Zeischa im Jahr 2016 wurde ein Modell der Harigburg angefertigt.
Im Jahr 2019 entschloss sich der Heimatverein Zeischa e.V. die Burg aufzuarbeiten und auszustellen.
Mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Brandenburg und viel ehrenamtlicher Arbeit ist ein Stück Heimatgeschichte lebendig geworden. Im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus auf dem Spielplatz in Zeischa ist das Modell der Harigburg jetzt zu sehen.